Denkt man an Browserspiele, fallen einem schnell Titel wie
Runescape ein, oder diese Spiele bei
Facebook, die verdammt süchtig machen. IGG bringt
mit seinem neuesten Browserspiel wieder Abwechslung in den Markt -
Aurora Blade. 2008 wurde das Spiel von IGG eingeführt und ist auch der erste Gehversuch, auf
dem Browserspiel-Markt. Wie wird sich
Aurora Blade gegen andere Spiele beweisen? Und vor allem, wird es den Erwartungen von Browserspiel-Fans stand halten?
Abklatsch oder Innovation?Bei Browserspielen gibt es ein Problem. Die meisten Spiele basieren auf Flash und sind Action-Adventures. Das Gefühl
eines echten MMORPGs kommt dabei allerdings nicht auf, mal abgesehen von
Runespace und
Adventure Quest. Um ein solches Spielgefühl zu erleben, muss man dann
doch eben zu Spielen greifen, die einen Clienten haben.
Aurora Blade macht Schluss damit, und zählt sich zu den browserbasierten MMORPGs. Trotz den Einschränkungen eines Browserspiels, spielt sich
Aurora Blade doch wie ein traditionelles MMORPG. Die Mechanik und das Gameplay erinnert an
Ragnarok Online oder
World of Warcraft. Das ist ein großer Pluspunkt von
Aurora Blade. Man muss wenig warten, und hat viel zu tun - wie in einem echten Rollenspiel.
Dein CharakterDie Charaktererstellung ist ähnlich wie bei clientbasierten Spielen. Obwohl man sich für ein Geschlecht und eine Klasse
entscheiden kann, gibt es keine großen Anpassungsmöglichkeiten für Namen und Aussehen. Auch die Rassenauswahl ist unnötig, da man nur Menschen spielen kann. Mit
späteren Updates soll es allerdings neue Rassen geben. Wie in jedem typischen MMORPG, können die Spieler aus
vier Grundklassen wählen:
- Krieger
- Magier
- Ritter
- Priester
Die Beschreibung des Ritters ist sehr irreführend. Diese Klasse ist mehr
wie ein Schütze/Scout, nicht der Typ mit der mächtigen Rüstung und dem großen Schwert, den man sich darunter eigentlich vorstellt. Das ist zwar ein bisschen
komisch, aber kein großes Problem im Gameplay.
Der Anfang - oder das was davor kommtBevor das Abenteuer starten kann, wird man vom
Spiel aufgefordert, Passwörter für seine Charaktere festzulegen. Das ist zwar ein wenig nervig, macht allerdings Sinn, um seinen Account und Charaktere vor Hackern zu
schützen.
Es öffnet sich ein
kleines Tutorial, in dem einen alle Grundlagen des Spiels erklärt werden. Ich kann Anfängern nur empfehlen, dieses
Tutorial zu machen. Die Erklärungen sind sehr sinnvoll, dauern nicht lange und ersparen einem einige Fragezeichen.
Die meisten Features dürften einem
allerdings schon bekannt sein, und auch das Interface ist sehr einfach und simpel aufgebaut. In neuen Bereichen aktualisiert sich das Interface, mit Informationen, die für
die Spieler sinnvoll sind, selber.
Deine AufgabenEinen weiteren Pluspunkt sammelt
Aurora Blade mit seinen Quests. Es gibt eine
Story und man hat das Gefühl, dass es einen Sinn hat, warum der Charakter in der virtuellen Welt existiert. Man muss kaum grinden (sinnloses Töten von Monstern), sondern
ist eigentlich immer mit dem Abschließen von Aufgaben beschäftigt.
Man erhält viel Erfahrung und gute Gegenstände, mit denen es kein Problem ist, im
Spiel zu überleben. Es gibt auch auf jeder Karte genügend Monster, so muss man nicht warten, bis wieder neue erscheinen, sollte mal viel los sein.
Die
Kämpfe sind sehr schnell, obwohl sie rundenbasiert sind. Spieler können eine "Warteschlange für Angriffe und Zauber" erstellen. Sie entscheiden also frühzeitig, was sie in der übernächsten Runde machen wollen. Dadurch erhält das Spiel eine taktische Tiefe und die Kämpfe sind sehr schnell. Das Feature ist
geradem im
PvP (Spieler gegen Spieler) sehr wichtig. Auf den ersten Levels gibt es nur wenige Fertigkeiten, im späteren Verlauf bietet das Spiel allerdings
über Hundert Fertigkeiten, aus denen man wählen kann. Wie bei jedem anderen MMORPG, findet man mit der Zeit raus, was am besten in welchen Situationen funktioniert
und womit man am besten zurecht kommt.
Man kann auch für bestimmte Monster einen automatischen Modus einstellen, den man sich für jedes Monster extra
einstellen kann. Dann kämpft der Charakter automatisch. Praktisch für faule Leute, und wenn man doch mal grinden muss.
Die GrafikOptisch holt
Aurora Blade raus, was für ein Browserspiel dieser Art möglich ist. Die
2D-Grafik ist zwar sehr simpel, in seiner ganzen Art aber sehr
stimmig. Das trifft auf die Animationen, wie auf die Darstellung der Umgebung zu. Ein weiterer Vorteil - nur kurze Wartezeiten. Ich wünschte nur, das Spiel hätte
ein paar mehr Sounds, das würde wirklich nicht schaden.
FazitBalancing, Spaß und RPG in einem Browserspiel zu verpacken, ist
wirklich schwer. Wie auch immer,
Aurora Blade hat es geschafft, jenes zu vereinen. Das Spiel funktioniert auch mit langsamen Verbindungen und es bietet viele Features,
die man nur von clientbasierten MMORPGs gewohnt ist, wie zum Beispiel ein Hochzeits- und PvP-System.
Aurora Blade ist sicherlich kein Spiel, welches man ewig
spielen wird, jedoch bietet es, mit den vielen Features, ein tolles Spielerlebnis, welches einen lange beschäftigen dürfte.
Aurora Blade gibt es im Moment
nur in englischer Sprachausführung.